Motorrad-Gedenkfahrt für die Unfallopfer 2011
Salzgitter wird wieder zur Motorradfahrer-Stadt. Zum 14. Verkehrssicherheitstag als Auftakt der 24. Gedenkfahrt für die Unfallopfer unter den Motorradfahrern der Saison 2011 werden am Samstag, 30. April, erneut rund 4000 Motorradfahrer erwartet.
Höhepunkte sind der traditionelle Gedenkgottesdienst im Braunschweiger Dom und die Bikerparty auf dem Rathausplatz in Salzgitter-Lebenstedt.
Schirmherr der Veranstaltung ist Oberbürgermeister Frank Klingebiel. Er wird an der Demonstrationsfahrt ebenso teilnehmen wie die Braunschweiger Bürgermeisterin Friederike Harlfinger und der Wolfenbütteler Landrat Jörg Röhmann.
Seit 24 Jahren lädt die Arbeitsgemeinschaft christlicher Motorradfahrer Ende April zur Gedenkfahrt für die in der vergangenen Saison tödlich verunglückten Biker zum Braunschweiger Dom ein. In dem von Motorradfahrern gestalteten Gottesdienst werden Kerzen für die Unfallopfer entzündet und an die eigene Verantwortung im Umgang mit Gas und Bremse erinnert. Im Gebiet der Polizeidirektion Braunschweig verunglückten im vergangenen Jahr 14 Kradfahrer tödlich, fünf mehr als 2009.
Berufsschüler aus Salzgitter werden auf Holzkreuzen Vornamen und Alter der Verkehrsopfer der vergangenen Saison aufbringen. Die Kreuze werden in einem Gedenkfeld am Startpunkt aufgestellt und bei der Motorraddemonstration an der Spitze des Konvois zum Gedenkgottesdienst durch die Kradfahrer begleitet.
Von 9 (Offizielle Eröffnung um 10 Uhr) bis 23 Uhr gibt es auf dem Rathausplatz in Salzgitter-Lebenstedt als Auftakt ein buntes Informations- und Verkehrssicherheitsprogramm. Geboten werden Sonderaktionen für Kinder, Informations- , Aktions- und Imbißstände. Durch das Programm führen Moderatoren von 89.0 RTL. Den musikalischen Rahmen setzen der Sender und Livebands wie Jerzee, Good & Dry und Grenzrock. Anschließend wird die Biker Party auf dem Gelände des Hallenfreibades Salzgitter-Lebenstedt fortgesetzt, wo auswärtige Gäste auch von Freitag bis Sonntag zelten können.
Gegen 13.30 Uhr startet der erste Konvoi der Gedenkfahrt nach Braunschweig. Die Anzahl der Konvois entscheidet die Polizei je nach Teilnehmerzahl vor Ort. Um dem Querverkehr auf der Strecke die Möglichkeit zu geben, Rückstaus abzubauen, können die Motorradfahrer nicht alle gemeinsam nach Braunschweig geleitet werden.
Die Demonstrationsstrecke führt vom Rathausplatz über die Albert-Schweitzer Straße links auf die Konrad-Adenauer-Straße stadtauswärts (K 30), Industriestraße-Mitte (K 30) > über die Immendorfer Kreuzung mit der B 248 hinweg bis zur Abzweigung nach Adersheim und um Adersheim herum Richtung Wolfenbüttel bis zur Autobahnauffahrt Adersheim auf die BAB 395 nach Braunschweig. Hier lautet die Route Wolfenbütteler Straße, Kennedyplatz, Auguststraße, Ägidienmarkt, Stobenstraße, Waisenhausdamm, Münzstraße zum Burgplatz.
Die Verkehrssicherheitskampagne der acm steht unter dem Motto " Wer lenkt Dich - Engelchen oder Teufelchen". Hierzu gibt es einen Aufkleber, der ständig daran erinnern soll, auch im Straßenverkehr die richtigen Prioritäten zu setzen. Rund 100 ehrenamtliche Helfer der acm Braunschweig und befreundeten Motorradfahrergruppen, Johanniter-Unfallhilfe, Freiwilligen Feuerwehren, THW sowie weiteren Gruppen und Organisationen sind an Vorbereitung und Durchführung dieses Tages beteiligt. Rund 1000 Stunden ehrenamtlicher Einsatz wird allein am Veranstaltungswochenende geleistet, dieselbe Zeit ist etwas an ehrenamtlicher Tätigkeit zur Vorbereitung nötig. Die Vorlaufzeit der Veranstaltung beträgt 8 Monate.
Hauptsponsor des Verkehrssicherheitstags ist die Braunschweigische Landessparkasse. Weitere Sponsoren sind VW und die Stadt Salzgitter. Die Demofahrt finanziert sich durch ein freiwilliges Startgeld der Teilnehmer in Höhe von 1 Euro und durch Spenden von Unternehmen aus Braunschweig und Umgebung. Ein eventueller Überschuss der Demofahrt kommt der Initiative "Hilfe für Kinder von Tschernobyl", einem Schulbauprojekt in Cotoca / Bolivien sowie regionalen Projekten zugute.